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20. Januar 2020

World of Solutions

Die neue Elektronik

Matthäus Hose: Was war die Motivation für die Elektronik 2.0?

Frank Riemenschneider: Der Markt entwickelt sich entlang der Wertschöpfungskette aufwärts und adressiert Märkte und Technologien. Ein Beispiel: Analog Devices „One Step Up" beschreibt genau dieses. Statt isolierter, mehr oder weniger zufällig zusammengestellter Themenblöcke ohne roten Faden, wie wir es heute in unserem gesamten Medienumfeld vorfinden, wird die Elektronik 2.0 die Wertschöpfungskette von den aktuell heißen und relevanten Themen abbilden und zwar mit Technologie- und Businessheften. Daher ist unser Claim nun auch „World of Solutions". Wir folgen damit der Entwicklung des Marktes und unserer Geschäftspartner als medialer Begleiter. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Markt. Man muss es leider so hart sagen: In den letzten 20 Jahren hat die Industrie innoviert wie verrückt, hat sich mehrfach neu erfunden, und die Verlage machen es vom Grundansatz noch genauso wie damals. Es wurde richtig Zeit, uns den Marktentwicklungen anzupassen.

Matthäus Hose: Und was ist mit der Elektronik automotive 2.0?

Frank Riemenschneider: Hier sind wir so ehrlich, festzustellen, dass die ganzen alten Commodity-Themen niemand mehr vom Hocker reißen: Weder Leser noch Kunden. Daher fokussieren wir uns zukünftig auf die Top-Themen der Branche: Autonomes Fahren, Connected Car, Alternative Antriebe und E-Mobilität sowie Shared Mobility und Services.

Matthäus Hose: Werdet Ihr durch diese Strategien nicht am Ende weniger Leser haben, weil der General-Purpose-Ansatz fehlt?
Frank Riemenschneider: Das Gegenteil ist der Fall. Durch die umfassende Abhandlung eines Themas werden beide Titel für deutlich mehr Menschen interessant als bisher. Wie werden denn Magazine in unserem Marktumfeld heute gelesen? Mittels Cherry-Picking. Man schaut im Inhalt nach, ist zufällig irgendetwas Interessantes dabei und wenn ja, werden diese Seiten zielgerichtet gelesen. Aus und Schluss. Dann wandert das Heft in den Mülleimer. Wir denken, dass unsere Hefte zukünftig von viel mehr Lesern von Seite 1 bis zum Ende gelesen werden, weil eben alle Beiträge im Kontext relevant sind. Nicht mehr das einzelne Thema ist hier so wichtig, sondern das Gesamte – jeder Anbieter ist ja sozusagen ein Teil der Lösung der großen Themen dieser Zeit.

Matthäus Hose: Wo kann ich eigentlich genau nachlesen, welche Themen Ihr adressiert?

Frank Riemenschneider: Die Mediadaten 2020 sind online, da ist jedes Heft thematisch abgebildet.

Matthäus Hose: Andere Wettbewerber haben ja viele Sonderhefte, die gibt es bei Euch jetzt gar nicht mehr...

Frank Riemenschneider: Ich habe mich immer aus Lesersicht gefragt, was eigentlich ein Sonderheft sein soll. Kennst Du einen Sonder-Mikroprozessor? Oder einen Sonder-Debugger? Ich nicht. Mit unserer neuen Struktur mit Technologie- und Business-Heften orientieren wir uns inhaltlich und vom Wording am Marktauftritt unserer Industrie, also Distributoren und Hersteller. Ich glaube, das ist aus Lesersicht viel logischer nachvollziehbar.

Matthäus Hose: Neben dem Inhalt wird sich auch äußerlich etwas ändern.
Frank Riemenschneider: Auch hier muss man leider feststellen, dass in unserem Medienumfeld mehr oder weniger verstaubte und langweilige Optik mehr die Regel als die Ausnahme war und ist. Ist dies für den Leser ansprechend? Natürlich nicht. Mit der Elektronik neo sind wir vor einem Jahr vorgeprescht und haben ein für unsere Branche fast schon revolutionäres Outfit konzipiert. Jetzt werden auch Elektronik und Elektronik automotive in einem richtig modernen Look-and-Feel daherkommen, in den Mediadaten sind ja einige Cover abgebildet, welche zeigen, welchen Weg wir gehen: Der Leser soll uns gerne in die Hand nehmen, auch technischer Content darf Spaß machen!
Matthäus Hose: Letzte Frage: Ich habe ja BWL studiert und dachte, Ingenieure interessieren sich nicht für die Optik.

Frank Riemenschneider: (lacht) Ich erinnere mich noch gut an unsere Studentenpartys, es waren immer meine Kommilitonen und die Maschinenbauer, welche die attraktivsten Studentinnen angegraben haben, da haben sich die Mediziner und Juristen oft gar nicht getraut...

Matthäus Hose: Du aber schon, oder?

Frank Riemenschneider: (lacht) Allgemein gesprochen: Ich glaube, durch die Rückschläge bei Fächern wie theoretische Elektrotechnik oder Mathematik für Ingenieure wurden wir alle extrem leidensfähig, was Rückschläge angeht. Einen Elektrotechnik-Studenten konnten auch 10 Körbe der Damenwelt pro Abend nicht mehr schockieren. Ein Psychologe würde wohl sagen, wir haben heute eine sehr hohe Frustrationstoleranz.

Matthäus Hose: Dann will ich Dich nicht weiter mit meinen Fragen frustrieren, danke für Deine interessanten Einblicke.

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