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Kolumnen

Hoppla, daneben! „Papa, das war unser eigener Panzer.“ Erfolge sind bei Call of Duty und ähnlichem oft nur Schall und Rauch.

27. Januar 2020 | Autor: Matthäus Hose

Fortcraft und Minenite

Zwei Söhnen beim Erwachsenwerden zuzusehen, ist ein unvergleichliches Geschenk. Okay, zwei Töchtern auch. Oder einer Tochter und einem Sohn oder einer Tochter, einem Sohn und einem Diver…, ach lassen wir das mit der Political Correctness. Wie soll man da noch der die oder das Glossen schreiben?

Also, meine Jungs sind mitten in der Pubertät, auch wenn man das heute kaum noch so nennt. Man merkt es ihnen auch nicht so recht an, weil ihr Verhalten schwerpunktmäßig von Höflichkeit und respektvollem Umgang geprägt ist. Da waren wir anders..., damals 1418. Wir haben schon mal den Schulranzen auf den Pult geworfen, dass es beinahe puff oder sogar kawumm gemacht hätte.

 

Eines haben alle Heranwachsenden seit Jahrmillionen gemeinsam. Ihnen wird der Untergang des Abendlandes (im Orient analog dazu des Morgenlandes) voraus- und das Schlimmste nachgesagt. Und sie sind verglichen mit der jeweiligen Erzeugergeneration um einiges verdorbener, verrotteter, verlotterter und was es noch für schöne Partizipien Passiv Perfekt (Latein-LK 1988-90!!!) mit der Silbe ‚ver'- vorne gibt.

 

Hin und hergerissen zwischen G8 und G9 (nein, das ist kein kaputtes Sturmgewehr, das EU-Uschi oder AKK mal für teures Geld für die Bundeswehr eingekauft hat), verspielt die Jugend heute ihre Zukunft an Notebooks, Handys oder Playstations.

 Doch lasset euch gesagt sein: Das Leben besteht aus mehr als nur Fortnite! „Es gibt auch noch Minecraft und Call of Duty" würden meine Genträger jetzt antworten.

 „Der Vorteil bei Minecraft ist, da werden die anderen Spieler nicht erschossen, sondern erschlagen. Ist irgendwie traditionsbewusster. Konservativ quasi." Argumentieren muss man schon in jungen Jahren lernen, um später im knallharten Büroalltag mal mit der Kaffeetasse in der Hand als Head of Global Sparkasse oder Specialist of Whatever überleben zu können.

 

Wer übrigens denkt, dass Männer im Alter vernünftiger oder gar gelassener werden, dem sei ein Besuch des Wertstoffhofs München-Waldtrudering ans Herz gelegt. Wer schon mal gesehen hat, wie rüstige Ex-Frührentner an dem Pressspannpress-Container durchdrehen, weil ein Sperrholzspreißel daneben fiel, weiß: Männer werden zwar weißer, aber nicht weiser.

 

Geben wir der Jugend eine Chance. Die werden mal genauso wie wir :)

 

Ihr
Matthäus Hose

 

 

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